

Damit
sich Einstellungs- und Verhaltensmuster nicht weiter verfestigen, ist
es ratsam, so früh wie möglich auf die genannten Merkmale zu reagieren.
Bestätigt sich die Annahme, dass die Fähigkeiten des Kindes seine
gezeigten Leistungen weit übersteigen, ist es wichtig dem Kind zu
helfen, mehr Wertschätzung für sich selbst zu entwickeln und zu lernen,
seiner Begabung entsprechend
zu arbeiten. Der Erwerb von Lern- und
Arbeitstechniken ist dabei besonders wichtig. Durchhaltevermögen und
Konzentration sollten mit Hilfe von Themen, denen das Kind besonderes
Interesse entgegenbringt, trainiert werden. Dabei erlebt das Kind
Erfolge, die sein Selbstbewusstsein stärken. Aber auch
der Umgang mit
Misserfolgen wird geübt.
In manchen Fällen ist es ratsam, an Denk- und Einstellungsmuster, der
Bewältigung von Ängsten und der emotionalen Stabilität in einer
Psychotherapie zu arbeiten.
Als
Underachiever (Minderleister) bezeichnet man Hochbegabte, die nicht
in
der Lage sind, ihr hohes kognitives Potential in (schulische) Leistung
umzusetzen.
Anzeichen für Underachievement zeigen sich häufig auch im
Persönlichkeitsbereich und im Sozialverhalten. Mangelndes
Selbstvertrauen und geringe emotionale Stabilität sind ebenso wie
grenzüber- schreitendes und Rückzugsverhalten Merkmale, die im
Zusammenhang mit Underachievment häufig beobachtet werden können.
Als mögliche Ursachen dafür, dass sich ein hochbegabtes Kind zum
Underachiever entwickelt, werden verschiedene Faktoren besprochen:
• geringe Orientierung der Familie an
den Bedürfnissen des Kindes
• Mangel an schulischer Förderung
• Kritische Lebensereignisse
• Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)
• Sozialer Druck zur Anpassung
• Unzureichende Ausbildung von Lern-
und Arbeitstechniken